Sportstättenförderung: Gute Projekte – aber strukturelles Problem bleibt

Bundesförderung für Sportstätten - Grüne Kritik
Bundesförderung für Sportstätten - Grüne Kritik

Der Bund hat erneut Mittel für die Sanierung von Sportstätten bewilligt – auch mehrere Projekte in Unterfranken profitieren davon. Das ist eine gute Nachricht für die Vereine vor Ort, die mit großem Engagement einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft leisten.

„Ich freue mich ausdrücklich für die Vereine, die jetzt eine Förderung erhalten haben – sie bereichern unsere Region enorm“, so der Bundestagsabgeordnete Niklas Wagener.

Diese Projekte werden in Unterfranken gefördert

Im Wahlkreis und der Region konnten sich mehrere Kommunen über Zuschläge freuen:

  • Eisingen: Sanierung der Sportstätte des TSV Eisingen (664.200 Euro)
  • Elsenfeld: Sanierung des Hallenbads Elsavamar (360.000 Euro)
  • Oberleichtersbach: Sanierung der Sporthalle (671.500 Euro)
  • Rechtenbach: Sanierung der TSV-Turnhalle (360.000 Euro)
  • Waldaschaff: Sanierung des Kunstrasenplatzes (517.500 Euro)

Diese Investitionen stärken die Infrastruktur vor Ort und sichern wichtige Orte für Sport, Begegnung und Gemeinschaft. Aber…

Viele gehen leer aus

Gleichzeitig zeigt sich ein grundlegendes Problem: Viele Kommunen mit dringendem Sanierungsbedarf wurden nicht berücksichtigt. Auch in der Region sind Projekte leer ausgegangen – etwa der TVA Aschaffenburg.

„Wenn tausende Kommunen mit sanierungsbedürftigen Sportstätten leer ausgehen, zeigt das deutlich: Wir lösen das Problem nicht, wir verwalten es“, so Wagener.

Mehr als nur Sport: Orte für Gemeinschaft und Teilhabe

Gerade im ländlichen Raum sind Sportstätten weit mehr als reine Infrastruktur. Sie sind zentrale Orte für:

  • gesellschaftlichen Zusammenhalt
  • Gesundheitsförderung
  • ehrenamtliches Engagement
  • Begegnung über Generationen hinweg

Umso problematischer ist es, wenn deren Erhalt von punktuellen Förderentscheidungen abhängt.

Kommunen brauchen Planungssicherheit

Aus Sicht der Grünen braucht es deshalb einen grundlegenden Perspektivwechsel:

„Statt einzelner Förderprogramme, bei denen nur wenige profitieren, brauchen unsere Kommunen eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung. Nur so können Städte und Gemeinden selbst planen und ihre Infrastruktur langfristig sichern.“

Denn klar ist: Der Sanierungsbedarf bei Sportstätten ist bundesweit enorm – und lässt sich nicht durch einzelne Förderrunden lösen.